Ein erstes Resümee
Liebe Xantenerinnen und Xantener,
mit Ablauf des 9. Februar 2026 erreiche ich einen besonderen Meilenstein. Meine ersten 100 Tage als Bürgermeister der Stadt Xanten sind vollendet. Es war eine Zeit voller Kontraste – geprägt von einer intensiven Einarbeitung in sämtliche Fachbereiche, lebendiger Brauchtumspflege im Karneval und zugleich der notwendigen Ernsthaftigkeit der städtischen Haushaltsplanung. Allein die ersten Wochen des Jahres 2026 hatten es in sich.
Haushaltssicherung in Xanten – Sparen beginnt im Kleinen
Die Haushaltseinbringung 2026 ist erfolgt und wurde in einer Sondersitzung im Januar 2026 eingebracht. Auch wenn die genauen Auswirkungen des Haushaltssicherungskonzepts (HSK) noch offen sind, steht fest: Wir müssen Prioritäten setzen, um Xanten langfristig handlungsfähig zu halten.
Einsparen bedeutet auch, gewohnte Abläufe zu hinterfragen. Im Januar haben wir entschieden, das städtische Obst-Abo und die Bewirtung mit Wasser in den Bezirksausschüssen einzustellen. Dabei geht es nicht nur um Sachkosten. Wir entlasten damit gezielt die Einsatzzeiten unserer Hausmeister, damit diese sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Auch wenn uns das Defizit noch begleiten wird, bin ich überzeugt, dass wir den Haushalt der Stadt Xanten gemeinsam auf gesunde Beine stellen.
Neue Sportförderrichtlinien für Xantener Vereine
Ein zentrales Anliegen meiner ersten 100 Tage war die Schaffung von Planungssicherheit für unser Ehrenamt. Gemeinsam mit dem zuständigen Fachbereich, dem Stadtsportverband und in einem ersten intensiven Austausch mit unseren Vereinen haben wir eine tragfähige Grundlage für neue Sportförderrichtlinien erarbeitet.
Ziel ist es, faire und transparente Regelungen für Investitionen in Sportplätze und Vereinsheime zu schaffen. Die erarbeitete Grundlage geht nun in den Rat zur weiteren Beratung und Abstimmung.
Egal ob große Sanierung oder kosmetische Maßnahme, unsere Vereine wissen auf Basis der Richtlinien genau, wie hoch der städtische Zuschuss ausfällt und welchen Eigenanteil sie leisten müssen. Transparenz ist hier die Basis für eine gute Zusammenarbeit.
Wirtschaftsförderung und lokales Engagement
Im Januar standen zudem wichtige Unternehmensbesuche auf der Agenda, unter anderem bei Maag, Röchling, St. Josef Krankenhaus, Witzemann und viele mehr. Der Dialog mit den Top-Arbeitgebern in Xanten ist entscheidend für einen starken Wirtschaftsstandort.
Parallel dazu durfte ich erleben, wie lebendig unsere Stadtteile sind:
- Brauchtum
Von der Winterwanderung der Schützen bis zum Prinzenempfang im Dom – das Engagement im Karneval ist beeindruckend. - Soziales & Kultur
Projekte, wie das Trommelprojekt der Hagelkreuz Grundschule Lüttingen oder der Einsatz des Ein-Welt-Ladens zeigen, in Xanten zählt das Miteinander.
Einsatz ist unsere stärkste Währung
Rückblickend auf meine ersten 100 Tage beeindruckt mich am meisten: Der Zusammenhalt.
In Xanten geht es nicht immer nur um Geldflüsse, sondern vor allem darum, seinen eigenen Einsatz in die Waagschale zu werfen. Ob im Brauchtum, im fairen Handel oder im Sport – dieser persönliche Einsatz der Bürgerinnen und Bürger ist das Fundament unserer Stadt.
Ich freue mich darauf, diesen Weg als Ihr Bürgermeister gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen. Packen wir es an!
Herzlichst,
Ihr Rafael Zur
Bürgermeister der Stadt Xanten













Foto: Karl Banski / LINEG

