Das Sankt Josef-Hospital Xanten

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Ein starker Partner für unsere Stadt

Als Bürgermeisterkandidat für Xanten ist es mir besonders wichtig, die Einrichtungen hervorzuheben, die unsere Stadt nicht nur prägen, sondern auch für ihre Zukunft unverzichtbar sind. Eine dieser zentralen Institutionen ist das Sankt Josef-Hospital Xanten – ein Krankenhaus mit langer Tradition, das heute mehr denn je eine tragende Säule der medizinischen Versorgung und ein bedeutender Arbeitgeber in unserer Stadt ist.

Ein Blick in die Gegenwart

Das Sankt Josef-Hospital verfügt mittlerweile über mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber Xantens. Mit 184 Betten und stetig steigenden Kapazitäten ist es eine solide und zukunftsorientierte Einrichtung. Besonders erfolgreich arbeitet das Krankenhaus im Bereich der Endoprothetik, also dem Gelenkersatz. Hier hat sich Xanten als hochspezialisierter Standort etabliert.

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist die geplante ambulante orthopädische Reha-Einrichtung, die am Hotelneubau in unmittelbarer Nähe entstehen soll. Damit können Patientinnen und Patienten künftig nicht nur ihre Operation im St. Josef-Hospital erhalten, sondern im Anschluss auch ihre Rehabilitation direkt in Xanten absolvieren. Der Bedarf hierfür ist groß – und bisher vor Ort nicht abgedeckt. Mit diesem Angebot wird die medizinische Versorgung in Xanten auf ein neues Niveau gehoben.

Gesellschaftliche Entwicklung und gesundheitliche Infrastruktur

Xanten zählt mit einem durchschnittlichen Alter von knapp 47 Jahren (2022) zu den zehn ältesten Kommunen in Nordrhein‑Westfalen – deutlich über dem Landesdurchschnitt. Bereits 2019 waren 33 % der Einwohner 60 Jahre oder älter, und Prognosen zeigen, dass bis 2040 fast die Hälfte der Bevölkerung Xantens älter als 60 Jahre sein wird. Diese Entwicklung stellt unsere Stadt vor große Herausforderungen, eröffnet aber auch Chancen.

Gerade in diesem demografischen Kontext wird die geplante stationäre orthopädische Reha-Einrichtung zum strategisch wichtigen Baustein der lokalen Gesundheitsversorgung: Sie schafft Arbeitsplätze, integriert sich in die gesellschaftliche Entwicklung und bietet hochwertige Versorgung direkt vor Ort. Zusammen mit der ebenfalls geplanten Pflegeeinrichtung bildet sie ein starkes Netz an Versorgungsangeboten für eine alternde Gesellschaft – ein Vorteil, den Xanten in Zukunft dringend benötigt.

Chancen und Herausforderungen

So stark das Krankenhaus aufgestellt ist, es gibt dennoch Herausforderungen, die auch an Xanten nicht vorbeigehen. Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen macht sich bemerkbar, wenngleich das Sankt Josef-Hospital bislang gut aufgestellt ist und zuversichtlich in die Zukunft blickt. Doch die richtigen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle, um langfristig qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten.

Drei Themen stehen hier im Mittelpunkt:

  • ÖPNV-Anbindung: Für Gäste, aber vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne eigenes Auto wäre eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr entscheidend, damit sie ihre Schichten zuverlässig und stressfrei erreichen können.
  • Bezahlbarer Wohnraum: In Xanten gibt es derzeit nur wenig Wohnraum, der für Menschen mit Einstiegsgehältern erschwinglich ist. Dazu kommen die steigenden Kosten durch hohe Hebesätze, die über die Nebenkosten an die Mieter weitergegeben werden. Das erschwert die Situation zusätzlich und ist ein Faktor bei der Personalsuche.
  • Junge Menschen in Xanten halten: Neben der Versorgung der älteren Generation ist es ebenso wichtig, Xanten für junge Menschen attraktiv zu machen. Hier bietet sich die Chance, den Bildungsstandort durch Kooperationen mit Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen zu stärken. So können Perspektiven für Jugendliche geschaffen werden, die ihre berufliche Zukunft in Xanten sehen und nicht in andere Städte abwandern müssen.

Persönlicher Bezug

Warum war es mir wichtig, mit Herrn Plum, dem Leiter des Sankt Josef-Hospitals, in den Austausch zu treten? Zum einen, weil das Krankenhaus der größte Arbeitgeber in Xanten ist und ich mir ein genaues Bild von der aktuellen Situation sowie der Zukunftsstrategie machen wollte. Zum anderen aber auch aus ganz persönlichen Gründen.

Während meines Zivildienstes war ich als Rettungshelfer auf dem Krankentransportwagen eingesetzt – nicht nur für Transporte, sondern auch bei Notfalleinsätzen als First Responder. Diese Erfahrung hat mich tief geprägt. Hinzu kommt die familiäre Nähe: Meine Mutter ließ sich zur Krankenschwester ausbilden und arbeitet heute als Intensivkrankenschwester. Auch ich hatte durch einen eigenen Unfall die Erfahrung, wie wichtig schnelle Hilfe durch Rettungswagen und Notarzt vor Ort ist. All das hat mein Bewusstsein für die Bedeutung einer starken Gesundheitsversorgung geschärft.

Gemeinsam für eine gesunde Zukunft

Das Sankt Josef-Hospital ist nicht nur ein medizinisches Zentrum, sondern auch ein wirtschaftlicher Motor und ein Garant für sichere Arbeitsplätze in unserer Stadt. Es ist ein Betrieb, auf den Xanten stolz sein kann. Als Bürgermeister werde ich den Dialog, den mein Vorgänger begonnen hat, fortsetzen und mit offener und transparenter Kommunikation dafür sorgen, dass die Belange des Krankenhauses auch in der Stadtpolitik den Stellenwert erhalten, den sie verdienen.

Xanten braucht ein starkes Krankenhaus – und das Sankt Josef-Hospital braucht eine Stadt, die es unterstützt. Dafür möchte ich mich einsetzen.