Ein Monat im Amt – und doch fühlt es sich an, als hätte ich seit meinem Amtsantritt am 3. November bereits eine ganze Reise hinter mir. Bürgermeister der Stadt Xanten zu sein, ist kein „9-to-5-Job“, sondern eher „9 to Midnight“. Und dennoch: Jede Stunde, jeder Termin und jedes Gespräch bestätigen mir, wie richtig und wichtig dieser Weg für unsere Stadt war.
Ein neuer Rhythmus – und ein neues Verantwortungsgefühl
Mit dem Bürgermeisteramt beginnt kein einfacher Perspektivwechsel, sondern ein vollständiger Rollenwechsel.
Und ich bin bereit – fachlich, menschlich und mit voller Überzeugung.
Meine beruflichen Erfahrungen aus der Wirtschaft helfen mir enorm: Strukturen erkennen, Prozesse verbessern, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen. Vieles lässt sich direkt in die Verwaltungsarbeit übertragen. Die Aufgabe ist groß – aber sie motiviert mich jeden Tag.
Schon der erste Tag hat mir gezeigt, was dieser neue Verantwortungskern bedeutet: Begrüßung der Mitarbeitenden, intensive Führungsrunde, Gespräche beim DBX, erste Termine mit den Fraktionen. Ab diesem Moment war klar: Jetzt beginnt der echte Gestaltungsauftrag für Xanten.
Und ich spüre einen starken Rückhalt – von Mitarbeitenden, von Bürgerinnen und Bürgern, von vielen Menschen, die mir Mut zugesprochen und eine „glückliche Hand“ gewünscht haben. Dieses Vertrauen möchte ich erfüllen.
Ein Monat voller Begegnungen, Impulse und neuer Perspektiven
Die vergangenen Wochen waren geprägt von vielfältigen Terminen – viele davon intensiv, inspirierend und richtungsweisend für die Entwicklung unserer Stadt:
- Informationsgespräche mit Schulen
- Austausch mit Vereinen, Institutionen und Ehrenamt
- Vorstandssitzungen (Städtepartnerschaften, Dom-Musikschule, Sozialstift, Stadtkultur, AWO)
- Gespräche mit der Feuerwehr Xanten & erster Kontakt zu LEADER
- Vorstellung bei der Touristinformation und Austausch mit dem Freizeitzentrum Xanten
- Teilnahme am Symposium „Gemeinsam gegen Gewalt“
- Durchführung des Volkstrauertags
- Sicherheitskonferenz und Konferenz der Hauptverwaltungsbeamten
- Offene Sitzung des Gestaltungsbeirats zum Thema Spundwand/Deichschutz in Birten
- Eröffnung des Weihnachtsmarkts
- Besuch einer 7. Klasse im Rathaus
- Ehrungen für langjährige Feuerwehrkameraden
- Bürgerservice vor Ort beim ersten Bürgerforum
- Sitzungen von KWW und KDN
- Klausurtagung in Billerbeck
- HGB Konferenz in Schermbeck
Und dazu viele weitere Termine im Tagesgeschäft, die das Herz der Verwaltungsarbeit ausmachen.
Ein besonderes Highlight: der öffentliche Gestaltungsbeirat
Zum ersten Mal tagte der Gestaltungsbeirat öffentlich – ein wichtiges Signal für mehr Transparenz in unserer Stadt.
Gerade das Thema Deichschutz bewegt viele Menschen in Xanten. Deshalb war mir wichtig: offen, frühzeitig und dialogorientiert kommunizieren.
Vereine – das Herzstück unserer Stadt Xanten
Xanten lebt durch seine Vereine, das Ehrenamt, die Traditionen und das Miteinander. Sie stärken unsere Gemeinschaft – und machen unsere Stadt einzigartig.
Darum spreche ich es offen an:
Ich habe es im ersten Monat noch nicht geschafft, mit allen Vereinen persönlich zu sprechen. Das bedaure ich sehr – denn dieser Austausch ist mir wichtig.
Aber wir stehen am Anfang einer langen Wegstrecke. Es wird genügend Zeit für gute Gespräche geben.
➡️ Wenn ein Verein kurzfristig Themen oder Unterstützungsbedarf hat: Meldet euch jederzeit.
Ich möchte ein verlässlicher Partner aller Vereine in Xanten sein.
Gemeinsam statt gegeneinander – starke Kooperation in der Region
Besonders positiv ist die konstruktive Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Kreis Wesel.
Wir unterstützen uns, teilen Wissen und profitieren auch von der Erfahrung unserer Vorgänger.
Auch der Austausch mit dem Kreis Wesel und Landrat Ingo Brohl ist vertrauensvoll und offen.
In unserer Region denken wir nicht in Konkurrenz – sondern als Team. Und genau so funktioniert moderne kommunale Zusammenarbeit.
Erwartungen – und was wirklich zählt
Vieles entspricht den Erwartungen, auf die ich vorbereitet war:
Tempo, Themenvielfalt, Verantwortung, Entscheidungen, Personalführung, Transparenz.
Aber auch die repräsentativen Aufgaben, die vielen Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und die Bedeutung symbolischer Momente gehören dazu. Sie prägen das große Ganze – und sie zeigen, wie nah kommunale Verantwortung am Menschen ist.
Mein klares Ziel für Xanten:
- moderne Strukturen etablieren
- Transparenz stärken
- Entscheidungen beschleunigen
- Menschen einbeziehen
- Zukunft gestalten
Blick nach vorn – mit Mut, Zuversicht und echtem Gestaltungswillen
Die kommenden Monate und Jahre werden herausfordernd – finanziell, strukturell und gesellschaftlich.
Aber Xanten hat großes Potenzial und ein starkes Fundament:
- eine engagierte Verwaltung
- eine lebendige Stadtgesellschaft
- starke Vereine, Initiativen & Ehrenamt
- wirtschaftliche Kompetenz
- regionale Verbundenheit
- Veränderungsbereitschaft
Ich bin überzeugt:
Mit modernem Führungsansatz, fachlicher Expertise und einem klaren Fokus auf Lösungen können wir unsere Stadt zukunftssicher gestalten.
Daran arbeite ich – jeden Tag. Und ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Ihnen zu gehen.


















Bilder aus eigener Quelle / Bilder vom „Abend des Sports“ – Helge Boele (Photo&Art)
