Feierabendwanderung in Wardt

Letzte Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.

Entdeckungen am See und im Dorf

Gestern durfte ich meine Feierabendwanderung in Wardt machen – und es war ein Nachmittag voller Begegnungen, Eindrücke und neuer Entdeckungen. Wardt ist für mich mehr als ein Stadtteil von Xanten: Es ist ein Ort, in dem Gemeinschaft, Natur und Freizeit eng miteinander verbunden sind.

Was Wardt so besonders macht

Schon beim Start wurde deutlich: In Wardt sind es die Menschen, die ihre Heimat aktiv gestalten.

  • Das Inselbrot-Lädchen ist ein echtes Erfolgsprojekt. Von Wardtern gegründet und als Genossenschaft organisiert, ist es heute ein Treffpunkt für alle – ob beim Frühstück, zum Kaffee oder einfach, um ins Gespräch zu kommen. Ein wunderbares Beispiel für gelebte Nachbarschaft.
  • Das Feuerwehrhaus beeindruckt durch seine moderne Ausstattung. Besonders wichtig ist hier die Nähe zum Wasser, denn viele Einsätze erfordern schnelle Hilfe auf und am See.
  • Der sogenannte „graue Riese“ (Lagerhalle FZX) am alten Nibelungenplatz sticht dagegen aus dem Ortsbild heraus – und passt so gar nicht zu Wardt. Eine Entscheidung, die sicher auch einige aus dem damaligen Rat heute kritisch sehen würden.
  • Für Familien, Jugendliche und Kinder bietet Wardt mit Freibad, Wasserski-Anlage und Kletterpark eine Fülle an Freizeitmöglichkeiten. Kaum ein anderer Ortsteil vereint so viel Aktivität am und im Wasser. Dennoch wünschen sich viele mehr kostenlose Angebote für Jugendliche, die ohne Eintritt nutzbar sind.
  • Besonders schön ist auch der Inselgarten (Insel-Brot-Garten). Hier kann man durch Patenschaften Teil des Projekts werden und selbst mitgestalten. Ein kleiner Ort der Ruhe, Nachhaltigkeit und Begegnung.

Und das sind nur einige Highlights – Wardt hat noch so viel mehr zu bieten.

Ehrenamt als Herzstück

Was Wardt besonders prägt, ist das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger.

  • Der Sportplatz und die Schützenwiese gehören der Kirche,
  • der Kinderspielplatz wird von einer Elterninitiative getragen,
  • die Schützen kümmern sich nicht nur um das Vereinsleben, sondern auch um den tollen Schriftzug am Dorfeingang und haben zudem die Hecken an Kirche und Sportplatz zurückgeschnitten.

Hier zeigt sich: Ohne Ehrenamt wäre vieles nicht denkbar. Kirche, Vereine und Initiativen tragen entscheidend dazu bei, dass Wardt lebendig bleibt und seine Menschen sich wohlfühlen.

Kritische Punkte, die an mich herangetragen wurden

Natürlich gibt es auch Themen, die die Menschen in Wardt bewegen:

  • Der Weg ins Dorf ist für viele ein Problem. Vor allem der Übergang für Radfahrer vor der Zugbrücke sorgt für Diskussionen – Autofahrer erkennen ihn nur schwer, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Hier braucht es dringend eine bessere Lösung.
  • Auch das mittlerweile kostenpflichtige Parken wird kritisch gesehen – insbesondere die Abwicklung sorgt für Frust bei Besuchern und Einheimischen.

Mein Fazit

Meine Feierabend-Wanderung in Wardt hat mir wieder einmal gezeigt, wie lebendig und vielseitig unsere Ortsteile sind. Wardt vereint Tradition und Moderne, Natur und Freizeit – und lebt vor allem von den Menschen, die ihre Heimat aktiv gestalten und immer wieder neue Ideen einbringen.

Die große Frage bleibt – und sie gilt nicht nur für Wardt, sondern für all unsere Dörfer: Wie können wir diese wunderbaren Ortschaften bei ihrer weiteren Entwicklung unterstützen? Nicht über die Köpfe der Menschen hinweg, sondern gemeinsam mit ihnen.

👉 Für mich ist klar: Wardt verdient Wertschätzung, Unterstützung und Lösungen, damit es nicht nur heute, sondern auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle Generationen bleibt.

Ihr
Rafael Zur
Bürgermeisterkandidat für Xanten